Junge Männer zwischen 18 und 25 Jahren sind herzlich eingeladen in die schwedische Wildnis vom 05.07. – 17.07.2026
um eine wichtige Lebensfrage zu klären.
Wir reisen mit dem Kanu an und bereiten uns intensiv in der Natur vor. Dann gehst Du drei Tage alleine in der Wildnis um Deine Antworten zu finden. Danach kommen wir wieder zusammen um die Erfahrungen zu würdigen und in den Alltag zu integrieren.
Die (amerikanische) Dokumentation “The Mask You Live In” berichtet über den Kampf von Jungen und jungen Männern um eine eigene männliche Identität zu entwicklen, frei von gesellschaftlichen Erwartungen und Zwängen.
In den Medien, untereinander und durch die Erwachsenen in ihrem Leben werden junge Männer mit einer Vorstellung, was es bedeutet ein Mann zu sein, konfrontiert, die oft nicht hilfreich ist um eine eigene Männlichkeit zu entwickeln. Die Folge sind eine erschreckend hohe Zahl von Jungs und Männern, die unfähig zu tiefen Beziehungen und Freundschaften sind, keine Hilfe bei Problemen suchen und Konflikte durch Gewalt zu lösen versuchen.
Der Film zeigt auch Beispiele, wie Jungs und junge Männer unterstützt werden können, gesünder und selbstbestimmter aufzuwachsen.
Ein sehenswerter Beitrag in dem Bemühen um reife Männlichkeit.
In unserer Form der initiatischen Männerarbeit ist der Kreis der Männer – oder Männerkreis – ein zentrales Element. Wie der Name schon sagt, sitzen dabei eine Gruppe von Männern im Kreis. Einer der Männer hält den Redestab und hat das Recht zu sprechen. Die anderen hören ihm zu. Wenn der Sprecher fertig ist, gibt er den Redestab weiter. Das wiederholt sich so lange, bis alles gesagt wurde, was gesagt werden soll.
Grundsätzlich darf alles gesagt werden, was Mann auf dem Herzen hat. Wichtig ist lediglich, dass Mann von sich spricht, von seinem Empfinden und Erleben. Es gibt keine dogmatische Position, aus der ich über jemanden urteilen kann, sondern nur subjektives Empfinden. So ist es ein großer Unterschied ob ich sage „Ich bin verwirrt, wenn ich Dir zuhöre. Ich verstehe nicht, was Du meinst.“ oder „Was Du sagst ist wirr, das kann man nicht verstehen.“
Die Kommunikation wird um so tiefer und die Verbindung zwischen den Männern um so spürbarer, je offener und direkter die Teilnehmer sprechen. In der Indianischen Tradition wird dafür oft der Begriff „speaking the heart“ verwendet.
Ich finde es sehr schön zu erleben, dass auch bei sehr gegensätzlichen Ansichten der Kontakt zu meinem Gegenüber bestehen bleibt und ich ihn achten kann, auch wenn ich ihm nicht zustimme. Spannenderweise sind die Gegensätze oft viel kleiner, als zunächst angenommen, wenn wir im Kontakt stehen.
Weil er so wichtig ist, verwenden wir den Männerkreis sowohl in den Männergruppen (FS, HB), als auch bei Visionssuchen als ein zentrales Element. Natürlich können auch Frauengruppen oder gemischte Gruppen in dieser Form zu sprechen, es ist nichts spezifisch männliches an dieser Form. Allerdings würde ich dann „Frauenkreis“ oder „Gesprächskreis“ dazu sagen. 🙂
Ende Juli bieten wir 18 bis 25 Jahre alten Männern Gelegenheit, sich in der Wildnis intensiv mit einer wichtigen Lebensfrage auseinander zu setzen. Die Natur unterstützt uns darin, unser Denken auf das Wesentliche zu konzentrieren. Sie spiegelt dabei im Außen, was wir im Innen tragen und macht es dadurch sichtbar und verständlich.
Warum macht „Mann“ so etwas? Warum sollte ich hinaus gehen, in die Wildnis, fern der Annehmlichkeiten der Zivilisation? Warum sollte ich mich mit mir selbst beschäftigen?
Die Antworten darauf sind so unterschiedlich, wie die Männer, die hinaus gehen. Für mich ist die Klarheit und Stille der Natur und der offene und wertschätzende Kontakt zu anderen Männern eine Erfahrung, die ich bei Feuerwasser besonders intensiv erlebe. Deshalb fahre ich mit.
Ein Pilz wächst und bringt einen schönen roten Hut hervor. Für irgendeinTier dient der Pilz als Nahrung. So entsteht ein Kreislauf, bei dem einer für den anderen sorgt und nichts verschwendet wird.
In der Natur dient eine Frucht oft als Nahrung für Tiere Die Pflanze, die viel Kraft und Energie in das Wachsen und reifen der Frucht investiert hat, kann sich darüber freuen (was jetzt ganz sicher ein Anthropomorphismus ist), denn das Tier trägt den Samen in die Welt. Irgend ein Samen fällt vielleicht auf fruchtbaren Boden und wächst: die Pflanze breitet sich aus, ihre Kinder leben weiter.
Auch wir Menschen bringen Früchte hervor: Arbeit, Ideen, Kunst und vieles mehr. Und auch diese Früchte werden von anderen Menschen aufgenommen, in die Welt getragen und einige verwurzeln sich und treiben neue Blüten und Früchte hervor.
Was sollen die Früchte meines Lebens sein? Was will ich hervorbringen? Was wächst bei mir für andere Menschen? Und was wächst fùr mich? Wo wachsen die Früchte, die mich nähren?
Diese und andere Fragen kannst Du in der schwedischen Wildnis klären, wenn Du bei Feuerwasser 2015 im Juli dabei bist.
Tagesworkshop mit Armin H. Klein für ErzieherInnen, LehrerInnen und Eltern
in Kooperation mit der VHS Bremen
Jungs prügeln sich gerne und hören schlecht. Nicht immer ist es einfach, sie zu erreichen und in die Gruppe, Klasse oder Familie richtig zu integrieren. Der Workshoptag richtet sich an Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen, die ein besseres Verständnis für Jungen entwickeln wollen. Mit Hilfe von Vortrag, Übungen und Geschichten sowie Fragen und Themen aus dem Alltag der Teilnehmenden soll der Umgang mit Jungen erleichtert werden, so dass sich auch die Jungen dann wieder wohler fühlen.